Im dänischen Staatsarchiv gibt es eine
Tagebuchaufzeichnung von 1280, in der der dänische König Erik
Klipping geschrieben hat: "Morgen fahren wir nortwärts. Wir werden
Gudenåen bei Svostrup kreuzen. Dort liegt ein kleiner Gasthof, wo
wir rasten können."
Wir sind überzeugt, dass er von "Svostrup Kro" Sprach. Das Gesthof
lag nämlich sehr zentral in Jütland: Der Hauptweg zwischen
Skanderborg ( das Zentrum der königliche Gewalt) und die
Thingstätte in Viborg überquerte hier Gudenåen. Ungefähr 12 meter
südlich vom Gasthof geb es eine Furt, wo die Pferdefuhrwerke
Gudenåen überqueren konnten.
Im Jahre 1809 verkaufte der Kapitän Erik Bille ( der damalige
Besitzer Grauballegård og Møllerup Gods ) die Gaststätte an den
Pächter Christian Hansen und Ane Pedersdatter. Aus dem Vertrag, den
wir im Archiv hervorgesucht haben, kann man lesen, dass ungefähr
3000 liter Bier im Keller des Gasthofes zum Handel gehörten! Schon
damals geb es brave Leute und eine lebhafte stimmung in den
Gaststuben....
Die beide führten den Gasthof bis 1815. Danach übernahmen die Tochter Anne und ihr Mann Søren Bull das Geschäft. Søren kam aus einer kultivierten Familie von Pferrern, und er war ein sehr initiativer Mann. Im Jahre 1834 geling es ihm sogar eine königliche Konzession zu erwerben. der König ( Frederik den Sjette.) erteilte dem Gastgeberpaar die Erleubnis den Fährbetrieb zu leiten und den Gasthof zu führen.
Søren Bull starb 1851, und die Tochter Anne beerbte ihren Vater.
Anne Sørensdatter heiratete Anders Jensen, der ein unternehmender
Geschäftsmann war. Er verstand die lebhaften Aktivitäten, die in
der gegend vor sich gingen, auszunutzen.
Michael Drewsen war zu dieser Zeit beim Aufbau seiner Papirfabrik
in Silkeborg und dazu brauchte er viele Rohstoffe zum Produktion.
Die Landstrassen in Jütland waren damals schlecht und eigneten sich
nicht für Gütertransport. Gudenåen war deshalb die beste
Verkehrsader und die Zeit der Prahmkapitäne entstand! Drewsen legte
die ( Heutzutage) im ganzenLand bekannte Træksti an der gudenåen
entlang an. trækstien war ein Treidelpfad, de die Prahmkapitäne
benutzten, wenn sie ihre Güter nach Silkeborg oder Randers
transportieren sollten. Pferde wurden dann an Trækstien entlang
getrieben, während sie die Prahme hervorzogen.
In Svostrup hat Anders 1856 ein neues Wnhaus gebaut. Hier führte er
nicht nur den Gasthof, sondern auch ein Labendmittelgeschäft und
ein Postamt. Ausserdem baute er ein Lagerhaus mit zwei Stockwerken
neben der Gaststätte: Er kaufte das Korn der Bauern, das er - mit
Verdienst - an die Prahmkapitäne weiterverkaufte; andererseits
lieferte er Lebens- und Genussmittel, seil, Teer usw. zum Bauern.
Er wurde deshalb schalb schnell ein wohlhabender Mann und ein
Machtfaktor in der gemeinde.
1872 kaufte er die Gaststätte in Grauballe. Grauballe liegt ungefähr zwei Kilometer von Svostrup.
Nach dem Tod ihres Mannes ( er starb 1893) übertrug Anne die Geststätte auf den ältesten sohn Christian für 18.100 dänische Kroenen. Ein umfassendes Altenteilsdokument wurde abgefassen, in dem man lesen kann ( es ist noch vorhanden!), dass Ane bis ans Ende ihres Lebens auf der Gastsätte wohnen durfte. Der jüngste Sohn Jens Peter Kauft die Gaststätte in Grauballe für 6000 däniische Kronen.
Svostrup Kro med Pakhuset til venstre
Christian Andersen heiratete Ane Johanne aus Grauballe und zusammen
führten sie den Gasthof weiter. Aber die Zeiten änderten sich: die
Prahmfahrt ging zu Ende, weil die Eisenbahn fand Eingang als
Transportmittel. 1871 wurde die Strecke von Århus bis Silkeborg
eingerichtet und 1908 die Strecke von Silkeborg bis Langå. Die Zeit
der Prahmfahrt war aus.
Christian og Johanne bekamen drei Kinder: Anders, Peder und Ane Eleonora. Anders starb mit 24 an der spanischen Krankheit. leute sprachen aber davon, dass er von einer Bierflasche mit einer tödliichen Chemikalie getrunken hatte. Peter wurde als Anwalt ausgebildet. Ane als Einziger blieb das ganze Leben auf ihrem Geburtsort.
Christian starb 1930. Danach führten Johanne und die Tochter den
Gasthof weiter bis zum Tod der Mutter 1948.
Ane und Peder erbten dann den Gasthof. Ane wurde schnell als " Ane,
die Gastwirtin." bekannt, und wir erinnern uns noch an ihr gutes
Essen - aber auch an ihre grosse Sorge für ihre Mitmenschen. Wir
haben uns oft erzählen lessen, dass ( in schlechten Zeiten) die
Leute in der Gemeinde in ihre Küche hereinkommen konnten, um die
Wärme von ihrem grossen Kochherd zu geniessen. Ane machte dann wie
immer eine Tasse Kaffee, und sie spielten Karten bis in den späten
Abend.
Ane führt Svostrup Kro bis 1966. Dann beschloss sie in Rente zu
gehen, und sie baute für ihren Ruhestand den sogenannten Annexbau
neben der Gaststätte. Sie konnte aber ihr Lebenswerk nicht den
Rücken kehren, und oft half sie den verschiedenen Pächter mit der
Arbeit in der Küche.
Der Bruder Peder starb 1973. Kurz danach starb auch Ane Alte Leute in Svostrup erzählt, dass sie ihr ganzes Leben lang ein enges Verhältnis gehabt hatten.
Peders Söhne Carsten und Peder erbten den Gasthof. Sie hatten aber keine Interesse für die Arbeit auf dem Gasthof, und sie suchten deshalb schnell einen Verpächter, der die tägliche Leitung ausüben konnte.
Niels Løgager ( der heutige Gastwirt.) pachtete den Gasthof 1981. Er verliebte sich sehr schnell in den Gasthof und in das idyllische Dorf in der Mitte des schönen seehochlandes, und er versuchte die Gaststätte und des Hotel von Familie zu kaufen; esgeling ihm aber erst 1985 die Br¨¨uder zu überreden, dass sie ihm den Gasthof verkaufen sollten.
Niels Løgager restauriert seit 1985 den Gasthot. In dieser Verbindung möchten wir erzählen, dass die annesbau gerade modernisiert worden ist. Die Zimmer sind natürlicherweise mit Respekt vor der alten und nostalgischen Atmosphäre, die Sie im Gasthof spüren können, eingerichtet worden.
Svostrup kro sowohl ein Restaurant und ein Hotel als auch ein kleines Museum.